Am 27. November 2023 wurde berichtet, dass australische Gerste in großem Umfang auf den chinesischen Markt zurückkehrt, nachdem Peking die Strafzölle aufgehoben hatte, die eine dreijährige Handelsunterbrechung verursacht hatten.
Laut Zolldaten importierte China im vergangenen Monat fast 314.000 Tonnen Getreide aus Australien. Dies war der erste Import seit Ende 2020 und das höchste Importvolumen seit Mai dieses Jahres. Dank der Bemühungen diversifizierter Lieferanten haben sich auch Chinas Gerstenimporte aus Russland und Kasachstan deutlich erhöht.
China ist Australiens größter GerstenabnehmerExportDer Markt verzeichnete von 2017 bis 2018 ein Handelsvolumen von 1,5 Milliarden AUD (990 Millionen USD). Im Jahr 2020 verhängte China Antidumpingzölle von über 80 % auf australische Gerste, was chinesische Bier- und Futtermittelhersteller dazu veranlasste, sich Märkten wie Frankreich und Argentinien zuzuwenden, während Australien seine Gerstenexporte auf Märkte wie Saudi-Arabien und Japan ausweitete.
Die Labour-Regierung, die eine chinafreundlichere Haltung einnahm, kam jedoch an die Macht und verbesserte die Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Im August hob China die australischen Antidumpingzölle auf und eröffnete Australien damit die Möglichkeit, Marktanteile zurückzugewinnen.
Laut Zolldaten entfielen durch Australiens neue Exporte im letzten Monat etwa ein Viertel der chinesischen Gerstenimporte auf das Land. Damit ist Australien der zweitgrößte Importeur.größter Lieferantim Land, an zweiter Stelle hinter Frankreich, das etwa 46 % des chinesischen Beschaffungsvolumens ausmacht.
Auch andere Länder verstärken ihre Bemühungen, in den chinesischen Markt einzutreten. Das Importvolumen aus Russland hat sich im Oktober gegenüber dem Vormonat mehr als verdoppelt und erreichte rund 128.100 Tonnen – ein zwölfmal so hoher Anstieg wie im Vorjahr und der höchste Wert seit 2015. Das gesamte Importvolumen aus Kasachstan liegt bei fast 119.000 Tonnen und ist damit ebenfalls so hoch wie nie zuvor im gleichen Zeitraum.
Peking hat intensiv daran gearbeitet, die Lebensmittelimporte aus den benachbarten Ländern Russlands und Zentralasiens zu erhöhen, um die Bezugsquellen zu diversifizieren und die Abhängigkeit von einigen westlichen Lieferanten zu verringern.
Veröffentlichungsdatum: 01.12.2023




