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Ist Spinosad schädlich für Nützlinge?

Als Breitband-Biopestizid besitzt Spinosad eine weitaus höhere insektizide Wirkung als Organophosphor-, Carbamat-, Cyclopentadien- und andere Insektizide. Zu den Schädlingen, die es wirksam bekämpfen kann, gehören Schmetterlinge, Fliegen und Thripse. Es hat auch eine gewisse toxische Wirkung auf bestimmte Schädlingsarten wie Käfer, Heuschrecken, Hautflügler, Insekten, Flöhe, Schmetterlinge und Nagetiere, jedoch ist die Bekämpfungswirkung gegen stechend wirkende Insekten und Milben nicht optimal.

 

Spinosad der zweiten Generation besitzt ein breiteres insektizides Wirkungsspektrum als die erste Generation, insbesondere bei der Anwendung an Obstbäumen. Es kann wichtige Schädlinge wie den Apfelwickler an Birnenbäumen bekämpfen, während die erste Generation von Mehrfachfungiziden diesen Schädling nicht eindämmen kann. Zu den weiteren Schädlingen, die mit diesem Insektizid bekämpft werden können, gehören Birnenbohrer, Blattwickler, Thripse und Minierfliegen an Obst, Nüssen, Weintrauben und Gemüse.

 

Spinosad weist eine hohe Selektivität für Nützlinge auf. Studien haben gezeigt, dass Spinosad in Tieren wie Ratten, Hunden und Katzen schnell resorbiert und umfassend metabolisiert wird. Berichten zufolge werden innerhalb von 48 Stunden 60 % bis 80 % des Spinosads oder seiner Metaboliten über Urin oder Kot ausgeschieden. Der Spinosad-Gehalt ist im Fettgewebe von Tieren am höchsten, gefolgt von Leber, Niere, Milch und Muskelgewebe. Die verbleibende Spinosad-Menge in Tieren wird hauptsächlich durch N2-Demethylierung, O2-Demethylierung und Hydroxylierung metabolisiert.

 

Anwendungsgebiete:

  1. Zur Bekämpfung der Kohlmotte kann man eine 2,5%ige Suspension im Verhältnis 1000-1500:1 verwenden und gleichmäßig auf die jungen Larven sprühen. Alternativ kann man eine 2,5%ige Suspension mit 33-50 ml auf 20-50 kg Wasser pro 667 Quadratmeter Sprühfläche vermischen.
  2. Zur Bekämpfung des Rübenwurms wird im frühen Larvenstadium eine Wassersprühung mit 2,5%igem Suspensionsmittel (50-100 ml pro 667 Quadratmeter) durchgeführt, wobei die beste Wirkung abends erzielt wird.
  3. Zur Vorbeugung und Bekämpfung von Thripsen alle 667 Quadratmeter 33-50 ml einer 2,5%igen Suspensionslösung in Wasser versprühen oder die 1000- bis 1500-fache Menge einer 2,5%igen Suspensionslösung gleichmäßig versprühen, wobei besonderes Augenmerk auf junges Gewebe wie Blüten, junge Früchte, Triebspitzen und Sprossen gelegt wird.

 

Vorsichtsmaßnahmen:

  1. Kann für Fische und andere Wasserorganismen giftig sein, daher sollte eine Verschmutzung von Wasserquellen und Teichen vermieden werden.
  2. Bewahren Sie das Medikament an einem kühlen und trockenen Ort auf.
  3. Zwischen der letzten Anwendung und der Ernte sollten 7 Tage liegen. Vermeiden Sie Regen innerhalb von 24 Stunden nach der Spritzung.
  4. Achten Sie auf die persönliche Schutzausrüstung. Bei Augenkontakt sofort gründlich mit Wasser ausspülen. Bei Haut- oder Kleidungskontakt mit viel Wasser oder Seifenwasser waschen. Bei versehentlicher Einnahme kein Erbrechen herbeiführen, bewusstlosen oder krampfhaften Patienten nichts zu essen geben und kein Erbrechen auslösen. Der Patient sollte umgehend ins Krankenhaus gebracht werden.

Veröffentlichungsdatum: 21. Juli 2023