Pinoxaden (englischer Generikum) ist ein selektives Nachauflaufherbizid, das von Syngenta entwickelt wurde. Es wurde 2006 auf den Markt gebracht und erzielte 2007 einen Umsatz von über 100 Millionen US-Dollar.
Wirkungsmechanismus
Pinoxaden gehört zur neuen Klasse der Phenylpyrazolin-Herbizide und ist ein Acetyl-CoA-Carboxylase-Hemmer (ACC-Hemmer). Sein Wirkmechanismus beruht hauptsächlich auf der Blockierung der Fettsäuresynthese, was wiederum zu einer Hemmung des Zellwachstums und der Zellteilung sowie zum Absterben der Unkrautpflanzen führt. Das Produkt wird vorwiegend als Nachauflaufherbizid in Getreidefeldern zur Bekämpfung von Gräsern eingesetzt.
Anwendung
Pinoxaden ist ein selektives, systemisch-leitfähiges Herbizid gegen Gräserunkräuter mit hoher Wirksamkeit und breitem Wirkungsspektrum, das schnell über Stängel und Blätter aufgenommen wird. Es dient der Nachauflaufbekämpfung einjähriger Gräserunkräuter in Weizen- und Gerstenfeldern, wie z. B. Beifuß, Japanischer Beifuß, Flughafer, Weidelgras, Dorngras, Fuchsschwanzgras, Hartgras, Sägegras und Dorngras. Auch gegen hartnäckige Gräserunkräuter wie Weidelgras ist es sehr wirksam. Die Aufwandmenge beträgt 30–60 g/ha. Pinoxaden eignet sich besonders gut für Sommergetreide; zur Verbesserung der Produktsicherheit ist der Wirkstoff Fenoxafen zugesetzt.
1. Schneller Wirkungseintritt. Bereits 1 bis 3 Wochen nach der Anwendung des Arzneimittels treten Symptome der Phytotoxizität auf, und das Meristem stellt sein Wachstum rasch ein und nekrotisiert schnell.
2. Hohe ökologische Sicherheit. Sicher für die aktuelle Weizen- und Gerstenernte sowie für die Biosicherheit von Nichtzielorganismen, sicher für Folgekulturen und die Umwelt;
3. Der Wirkmechanismus ist einzigartig und das Resistenzrisiko gering. Pinoxaden besitzt eine neuartige chemische Struktur mit unterschiedlichen Wirkorten, was sein Entwicklungspotenzial im Bereich des Resistenzmanagements erweitert.
Veröffentlichungsdatum: 04.07.2022




