Anfragebg

Überblick und Ausblick auf den Markt der Agrochemikalienindustrie im ersten Halbjahr 2023

Agrarchemikalien sind wichtige Betriebsmittel für die Ernährungssicherheit und die landwirtschaftliche Entwicklung. Im ersten Halbjahr 2023 war die Auslandsnachfrage jedoch aufgrund des schwachen globalen Wirtschaftswachstums, der Inflation und anderer Faktoren unzureichend, die Kaufkraft gering und das externe Umfeld noch schlechter als erwartet. Die Überkapazitäten der Branche traten deutlich zutage, der Wettbewerb verschärfte sich und die Produktpreise fielen auf den niedrigsten Stand im gleichen Zeitraum der letzten Jahre.

Obwohl die Branche derzeit vorübergehenden Schwankungen von Angebot und Nachfrage unterliegt, bleibt die Ernährungssicherheit unerschütterlich, und die anhaltend hohe Nachfrage nach Pestiziden wird bestehen bleiben. Die Agrar- und Chemieindustrie wird auch in Zukunft stabile Entwicklungsperspektiven haben. Es ist zu erwarten, dass Pestizidunternehmen mit der Unterstützung und Steuerung der Politik ihre Industriestruktur weiter optimieren, ihr Produktportfolio verbessern, verstärkt auf die Entwicklung effizienter und umweltfreundlicher Pestizide mit geringer Toxizität setzen, technologisch fortschrittlicher werden, eine sauberere Produktion fördern, ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern und aktiv Herausforderungen begegnen, um so ein schnelleres und nachhaltigeres Wachstum zu erzielen.

Der Markt für Agrochemikalien wird wie andere Märkte von makroökonomischen Faktoren beeinflusst, jedoch ist deren Einfluss aufgrund der geringen Zyklizität der Landwirtschaft begrenzt. Im Jahr 2022 verschärfte sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem Pestizidmarkt aufgrund komplexer externer Faktoren. Abnehmer passten ihre Lagerbestände aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit an und kauften vermehrt ein. In der ersten Jahreshälfte 2023 waren die Lagerbestände internationaler Vertriebskanäle hoch, und die Kunden befanden sich überwiegend in der Phase des Lagerabbaus, was auf eine vorsichtige Kaufabsicht hindeutet. Der Inlandsmarkt hat seine Produktionskapazitäten schrittweise erhöht, und das Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem Pestizidmarkt lockert sich zunehmend. Der Wettbewerb ist intensiv, und den Produkten fehlt es an langfristiger Preisstabilität. Die Preise der meisten Produkte sinken weiter, und die allgemeine Marktentwicklung hat sich verschlechtert.

Angesichts schwankender Angebots- und Nachfrageverhältnisse, des starken Wettbewerbs und sinkender Produktpreise fielen die Geschäftszahlen der großen börsennotierten Agrarchemieunternehmen im ersten Halbjahr 2023 nicht durchweg positiv aus. Laut den veröffentlichten Halbjahresberichten waren die meisten Unternehmen von einer unzureichenden Auslandsnachfrage und fallenden Produktpreisen betroffen, was zu unterschiedlich starken Rückgängen der Betriebseinnahmen und des Nettogewinns im Vergleich zum Vorjahr führte und die Geschäftsentwicklung beeinträchtigte. Wie die Pflanzenschutzmittelhersteller angesichts der ungünstigen Marktbedingungen dem Druck begegnen, ihre Strategien aktiv anpassen und ihre Produktion und ihren Betrieb sichern, rückt nun in den Fokus des Marktes.

Obwohl der Markt für Agrarchemikalien derzeit vor schwierigen Bedingungen steht, geben die rechtzeitigen Anpassungen und aktiven Reaktionen der Unternehmen in diesem Bereich weiterhin Anlass zu Zuversicht. Mit Blick auf die langfristige Entwicklung und das kontinuierliche Bevölkerungswachstum bleibt die Bedeutung der globalen Ernährungssicherheit unbestritten. Die Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln zum Schutz des Pflanzenwachstums und zur Sicherung der Ernährung ist seit Langem stabil. Darüber hinaus birgt die Optimierung und Anpassung der Pflanzenschutzmittelpalette durch die Agrarchemikalienindustrie selbst noch ein gewisses Wachstumspotenzial für den zukünftigen Markt.


Veröffentlichungsdatum: 07.09.2023