Wirkungsmechanismus
TylosintartratEs handelt sich um ein tierspezifisches Antibiotikum. Es wirkt stark gegen Mykoplasmen und hemmt zudem das Wachstum bestimmter Bakterien, wie z. B. grampositiver und gramnegativer Bakterien sowie Spirochäten. Es ist außerdem wirksam gegen Streptococcus pneumoniae, Pasteurella multocida, Staphylococcus aureus, Streptococcus equinus usw.
Tylosintartrat wirkt hauptsächlich sterilisierend, indem es die Synthese bakterieller Proteine hemmt. Es wird leicht vom Körper aufgenommen und schnell ausgeschieden. Es hinterlässt keine Rückstände im Gewebe. Es wirkt stark abtötend auf pathogene Mikroorganismen wie grampositive und einige gramnegative Bakterien und hat eine spezifische Wirkung gegen Mykoplasmen. Es ist hochwirksam bei chronischen Atemwegserkrankungen (CRD) und Mischinfektionen mit Mykoplasmen und Escherichia coli und gilt als Mittel der Wahl zur Behandlung chronischer, durch Mykoplasmen verursachter Atemwegserkrankungen bei Nutztieren. Es kann außerdem das Wachstum von Schweinen fördern.
Wirksamkeit und Effekte
Tylosintartrat wird in der klinischen Praxis hauptsächlich zur Behandlung und Vorbeugung verschiedener Infektionen der Atemwege, des Darms, der Geschlechtsorgane und des Bewegungsapparates eingesetzt, die durch grampositive Bakterien, Mykoplasmen, Staphylococcus aureus, pyogene Bakterien, Streptococcus pneumoniae, Erysipelbakterien, Paratyphusbakterien, Neisseria meningitidis, Pasteurella, Spirochäten, Kokzidien usw. als Krankheitserreger verursacht werden.
Beispiele hierfür sind: chronische Atemwegserkrankungen bei Geflügel, infektiöse Rhinitis bei Hühnern, Luftsackentzündung bei Geflügel, infektiöse Sinusitis, Eileiterentzündung, Asthma bei Schweinen, atrophische Rhinitis, Schweinedyspeicheldrüsenentzündung, Gastroenteritis, Schweinerotlauf, Mykoplasmenarthritis, hartnäckiger Durchfall bei Nutz- und Geflügeltieren, nekrotische Enteritis, Endometritis, eitrige Infektionen der äußeren Geschlechtsorgane bei Nutztieren, Pleuropneumonie bei Ziegen, Aborte bei Sauen, Leberabszesse bei Rindern und Moderhinke bei Rindern und Schafen usw. Es wird auch zur Injektion und zum Einweichen von Eiern in Zuchtbetrieben zur Mykoplasmenbekämpfung eingesetzt.
Im Hinblick auf die Wirkung von Tylosintartrat stoßen Landwirte bei der Tierhaltung unweigerlich auf Tierkrankheiten. So kann dieses Medikament beispielsweise zur Behandlung von Mykoplasmeninfektionen, wie sie durch Schimmelpilze bei Hühnern oder anderen Tieren verursacht werden, sowie chronischer Atemwegserkrankungen bei Hühnern, Lungenentzündung, bakterieller Enteritis und durch Spirochäten verursachter Ruhr eingesetzt werden. Es zeigt sehr gute Wirkung bei Mykoplasmeninfektionen von Schweinen und beugt diesen vor.
Es besitzt zudem eine sehr gute therapeutische Wirkung bei der Vorbeugung und Behandlung sekundärer Mykoplasmeninfektionen bei Nutz- und Geflügeltieren im Falle von Viruserkrankungen. Weltweit gilt es als Mittel der Wahl zur Behandlung und Vorbeugung von Mykoplasmeninfektionen bei Nutz- und Geflügeltieren und ist in seiner Wirksamkeit Erythromycin, Narison und Tiamulin überlegen.
Wichtige Hinweise
Obwohl dieses Tierarzneimittel weit verbreitet ist, sollten Landwirte, die es anwenden, einige Vorsichtsmaßnahmen beachten. Beispielsweise sollte es nicht gleichzeitig mit kalziumreichen Futtermitteln verabreicht werden. Darüber hinaus ist die orale Verabreichung bei der Behandlung chronischer Atemwegserkrankungen bei Hühnern deutlich weniger wirksam als die subkutane Injektion. Daher wird die subkutane Injektion empfohlen.
Veröffentlichungsdatum: 20. Januar 2026






