Lateinamerika ist derzeit die Region mit dem am schnellsten wachsenden Markt für Biostimulanzien. Der Umfang der Branche für mikrobenfreie Biostimulanzien wird sich in dieser Region innerhalb von fünf Jahren verdoppeln. Allein im Jahr 2024 erreichte der Markt ein Volumen von 1,2 Milliarden US-Dollar, und bis 2030 könnte sein Wert auf 2,34 Milliarden US-Dollar ansteigen.
Darüber hinaus ist Lateinamerika die einzige Region, in der der Marktanteil von Biostimulanzien im Ackerbau höher ist als im Obst- und Gemüseanbau.
In Peru und Mexiko hat die Entwicklung des Biostimulanzienmarktes aufgrund der Exporte zwar zunehmend an Bedeutung gewonnen, doch Brasilien ist weiterhin führend in der Region. Brasilien erzielt derzeit 50 % des Gesamtumsatzes in dieser Branche und wird auch künftig das am schnellsten wachsende Land Lateinamerikas sein. Dieses Wachstum hat mehrere Gründe: Brasilien ist ein bedeutender Exporteur von Agrarprodukten; dank neuer nationaler Vorschriften für biologische Betriebsmittel nimmt der Einsatz von Biostimulanzien im Ackerbau rasant zu; und die Entstehung lokaler Biostimulanzienhersteller trägt zu diesem kontinuierlichen Wachstum bei.
Peru wird voraussichtlich ein rasantes Wachstum verzeichnen, und die Region hat sich zu einer der...die wichtigsten Zentren des landwirtschaftlichen WachstumsIn den letzten Jahren haben Argentinien und Uruguay ein deutliches Wachstum verzeichnet. Diese beiden Länder werden zwar ein signifikantes Wachstum erleben, der Markt für Biostimulanzien ist jedoch noch begrenzt. Sie bergen ein enormes Wachstumspotenzial, auch wenn ihre Anwendungsraten nicht so hoch sind wie die von Chile, Peru und Brasilien.
Der argentinische Markt hat Impfstoffen für Feldfrüchte und Hülsenfrüchte stets große Bedeutung beigemessen, die Akzeptanzrate von Biostimulanzien ohne Mikroorganismen ist jedoch relativ niedrig geblieben.
In Paraguay und Bolivien ist der Markt zwar noch relativ klein, doch die Verwendung und Akzeptanz des Produkts im Sojaanbau in diesen beiden Ländern verdient Beachtung. Dies hängt mit technologischen Produkten, Anbausystemen und Landbesitz zusammen.
Obwohl die Märkte Kolumbiens und Ecuadors im Bericht von 2020 für eine separate Segmentierung zu klein sind, verfügen sie über umfassendes Wissen im Bereich bestimmter Nutzpflanzen und langjährige Erfahrung in der Anwendung dieser Produkte. Beide Länder schafften es bisher nicht in die Liste der weltweit größten Märkte, doch in den aktuellsten Daten für 2024/25 zählen Kolumbien und Ecuador zu den 35 wichtigsten Märkten weltweit. Ecuador gehörte zudem zu den ersten Ländern, die Biostimulanzien für tropische Nutzpflanzen wie Bananen einsetzten, und ist auch einer der Märkte, in denen diese Technologie am weitesten verbreitet ist.
Andererseits entwickeln Länder wie Brasilien ihr gesamtes Produktionsökosystem, sodass diese Unternehmen bisher vorwiegend in ihren Heimatländern (wie Brasilien und anderen) lokal oder national tätig waren. Künftig werden sie mit dem Export beginnen und den lateinamerikanischen Markt erschließen. Dadurch wird der Wettbewerb intensiver und der Preisdruck steigen. Daher müssen sie überlegen, wie sie die Entwicklung des Biostimulanzienmarktes in Lateinamerika besser beeinflussen können. Dennoch bleiben die Marktprognosen optimistisch.
Veröffentlichungsdatum: 22. September 2025



