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Welche Folgen hat übermäßiger Carbendazim-Gebrauch?

Carbendazim, auch bekannt als Mianweiling, ist für Mensch und Tier schwach toxisch. 25%iges und 50%iges Carbendazim-Netzpulver sowie eine 40%ige Carbendazim-Suspension werden häufig im Obstbau eingesetzt. Im Folgenden werden die Rolle und Anwendung von Carbendazim, die Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung und die Folgen einer Überdosierung beschrieben.

Carbendazim ist ein Breitbandfungizid, das von Pflanzensamen, Wurzeln und Blättern aufgenommen und im Pflanzengewebe transportiert werden kann. Es wirkt vorbeugend und therapeutisch. Eine 50%ige Carbendazim-Lösung (800- bis 1000-fache Konzentration) kann Milzbrand, Blattfleckenkrankheit, Fruchtfleischfäule und andere Pilzkrankheiten an Jujubebäumen verhindern und behandeln.

Carbendazim kann mit allgemeinen Bakteriziden gemischt werden, sollte aber stets mit Pestiziden und Akariziden kombiniert werden. Es ist zu beachten, dass es nicht mit stark alkalischen oder kupferhaltigen Mitteln gemischt werden darf. Die kontinuierliche Anwendung von Carbendazim kann zur Resistenzentwicklung pathogener Bakterien führen. Daher sollte es alternativ oder in Kombination mit anderen Wirkstoffen eingesetzt werden.

Bei übermäßiger Verwendung von Carbendazim werden die Sämlinge steif, und bei zu hoher Konzentration im Bewässerungsmedium kann es leicht zu Wurzelverbrennungen oder sogar direkt zum Absterben der Pflanze kommen.

 

Zielkulturen:

  1. Zur Vorbeugung und Bekämpfung von Mehltau an Melonen, Phytophthora, Krautfäule an Tomaten, Anthrax an Hülsenfrüchten, Phytophthora und Sklerotinia an Raps verwenden Sie 100-200 g 50%iges Netzmittelpulver pro Mu, geben Sie Wasser zum Sprühen hinzu und sprühen Sie zweimal im Anfangsstadium der Krankheit im Abstand von 5-7 Tagen.
  2. Es hat einen gewissen Einfluss auf die Kontrolle des Erdnusswachstums.
  3. Zur Vorbeugung und Bekämpfung der Tomatenwelke sollte das Saatgut mit 0,3–0,5 % des Saatgutgewichts bestrichen werden; zur Vorbeugung und Bekämpfung der Bohnenwelke mischt man das Saatgut mit 0,5 % des Saatgutgewichts oder weicht es 12–24 Stunden lang in der 60- bis 120-fachen Menge der medizinischen Lösung ein.
  4. Zur Bekämpfung von Umfallkrankheit und Austrocknung bei Gemüsepflanzen wird 1,50 % Netzmittelpulver mit 1000 bis 1500 Teilen halbtrockener, feiner Erde vermischt. Bei der Aussaat wird die Heilerde in den Saatgraben gestreut und mit Erde bedeckt (10–15 kg Heilerde pro Quadratmeter).
  5. Zur Vorbeugung und Bekämpfung der Welkekrankheit bei Gurken und Tomaten sowie der Verticillium-Welke bei Auberginen werden die Wurzeln 500-mal mit einer 50%igen Lösung aus Netzmittelpulver bewässert, wobei pro Pflanze 0,3–0,5 Kilogramm verwendet werden. Stark befallene Parzellen werden alle 10 Tage zweimal bewässert.

 

Vorsichtsmaßnahmen:

  1. Die Anwendung sollte 5 Tage vor der Gemüseernte eingestellt werden. Dieses Mittel darf nicht mit stark alkalischen oder kupferhaltigen Mitteln gemischt werden und sollte nur gegen andere Mittel ausgetauscht werden.
  2. Carbendazim darf nicht über einen längeren Zeitraum allein oder im Wechsel mit Thiophanat, Benomyl, Thiophanat-methyl oder ähnlichen Wirkstoffen angewendet werden. Bei Carbendazim-Resistenz ist die Dosiserhöhung pro Flächeneinheit nicht zulässig und muss unbedingt eingestellt werden.
  3. Es wird gemischt mit Schwefel, gemischten Aminosäuren, Kupfer, Zink, Mangan, Magnesium, Mancozeb, Thiram, Pentachlornitrobenzol, Junhejing, Bromothecin, Ethamcarb, Jinggangmycin usw.; Es kann gemischt werden mit Natriumdisulfonat, Mancozeb, Chlorothalonil, Wuyi-Bakteriozin usw.
  4. Kühl und trocken lagern.

 

 


Veröffentlichungsdatum: 07.08.2023