Mücken kommen jedes Jahr, wie kann man sie abwehren? Um nicht von diesen Blutsaugern belästigt zu werden, haben die Menschen ständig verschiedene Schutzmaßnahmen entwickelt. Von passiven Moskitonetzen und Fliegengittern über vorbeugende Insektizide, Mückenschutzmittel und fragwürdiges Toilettenwasser bis hin zu den in den letzten Jahren im Internet beliebten Mückenschutzarmbändern – welche Methode bietet wirklich sicheren und effektiven Schutz?
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Pyrethroide–eine Waffe zum aktiven Töten
Die Bekämpfung von Mücken lässt sich in zwei Ansätze unterteilen: aktive Bekämpfung und passive Abwehr. Die aktive Bekämpfung hat nicht nur eine lange Tradition, sondern ist auch intuitiv erprobt. In Haushaltsmückenabwehrmitteln wie Mückenspiralen, elektrischen Mückenabwehrgeräten, Insektensprays usw. ist der Hauptwirkstoff Pyrethroid. Es handelt sich um ein Breitbandinsektizid, das verschiedene Schädlinge bekämpft und eine starke Kontaktwirkung hat. Seine Wirkung beruht darauf, die Nerven der Insekten zu stören, was zu deren Tod durch Erregung, Krämpfe und Lähmung führt. Um Mücken bei der Anwendung von Mückenbekämpfungsmitteln effektiver zu bekämpfen, sollte man die Innenräume in der Regel geschlossen halten, damit die Pyrethroidkonzentration relativ konstant bleibt.
Der größte Vorteil von Pyrethroiden liegt in ihrer hohen Wirksamkeit; bereits geringe Konzentrationen reichen aus, um Mücken zu bekämpfen. Obwohl Pyrethroide nach dem Einatmen vom Körper verstoffwechselt und ausgeschieden werden, sind sie dennoch leicht toxisch und können das Nervensystem beeinträchtigen. Langfristige Exposition kann Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen, Parästhesien und sogar Lähmungen hervorrufen. Daher sollte man Mückenschutzmittel beim Schlafen nicht in Kopfnähe des Bettes platzieren, um Beschwerden durch das Einatmen von Luft mit einer zu hohen Pyrethroidkonzentration zu vermeiden.
Darüber hinaus enthalten Insektizide in Aerosolform häufig aromatische Schadstoffe, die Allergiker bei der Anwendung meiden sollten. Beispielsweise sollte man nach dem Versprühen einer angemessenen Menge sofort den Raum verlassen und Türen und Fenster schließen. Nach einigen Stunden sollte man die Fenster wieder öffnen, um zu lüften. So kann die Wirksamkeit des Insektizids gewährleistet und gleichzeitig die Sicherheit bei der Mückenbekämpfung sichergestellt werden.
Aktuell sind auf dem Markt hauptsächlich Tetrafluthrin und Chlorfluthrin als Pyrethroide erhältlich. Studien haben gezeigt, dass Cyfluthrin Mücken besser abtötet als Tetrafluthrin, Tetrafluthrin jedoch sicherer ist. Daher sollten Sie beim Kauf von Mückenschutzmitteln die Bedürfnisse der jeweiligen Person berücksichtigen. Leben keine Kinder im Haushalt, sind Produkte mit Fenfluthrin empfehlenswert; leben Kinder im Haushalt, ist die Wahl eines Produkts mit Fenfluthrin sicherer.
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Mückenschutzspray und Wasserabweiser – schützen Sie sich, indem Sie den Geruchssinn der Mücken austricksen.
Nachdem wir über aktives Töten gesprochen haben, kommen wir nun zur passiven Verteidigung. Dieses Genre ähnelt den „goldenen Glöckchen und eisernen Hemden“ in Jin Yongs Romanen. Anstatt Mücken direkt zu bekämpfen, halten sie diese „Vampire“ von uns fern und isolieren sie auf gewisse Weise von jeglicher Sicherheit.
Zu den wichtigsten Mückenschutzmitteln zählen Sprays und Wasser. Ihr Wirkprinzip beruht darauf, den Geruchssinn der Mücken zu stören, indem sie auf Haut und Kleidung gesprüht werden. Dabei wird entweder ein für Mücken unangenehmer Geruch verwendet oder eine Schutzschicht auf der Haut gebildet. Da die Mücken den charakteristischen Körpergeruch nicht wahrnehmen können, werden sie so von den Mücken ferngehalten.
Viele glauben, dass Toilettenwasser, das angeblich auch Mücken abwehrt, ein parfümiertes Produkt ist, dessen Hauptduftstoff Toilettenöl ist und das zusätzlich Alkohol enthält. Seine Hauptfunktionen sind Desinfektion, Sterilisation sowie die Linderung von Hitzepickeln und Juckreiz. Obwohl es auch eine gewisse mückenabweisende Wirkung haben kann, unterscheiden sich Wirkungsweise und Hauptbestandteile grundlegend von Mückenspray und Mückenschutzwasser, weshalb die beiden Produkte nicht gegeneinander ausgetauscht werden können.
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Mückenschutzarmband und Mückenschutzaufkleber – ob sie nützlich sind, hängt von den Inhaltsstoffen ab.
In den letzten Jahren ist die Auswahl an Mückenschutzmitteln auf dem Markt immer größer geworden. Viele dieser Produkte sind tragbar, beispielsweise als Aufkleber, Schnallen, Uhren, Armbänder oder Anhänger. Sie werden direkt auf der Haut getragen, was besonders bei Eltern beliebt ist. Die Produkte bilden mithilfe des Wirkstoffgeruchs eine Schutzschicht, die den Geruchssinn der Mücken beeinträchtigt und sie so abwehrt.
Beim Kauf solcher Mückenschutzmittel ist es neben der Überprüfung der Registrierungsnummer des Pestizids auch notwendig zu prüfen, ob es tatsächlich wirksame Inhaltsstoffe enthält, und Produkte mit geeigneten Inhaltsstoffen und Konzentrationen entsprechend den Anwendungsszenarien und Anwendungsobjekten auszuwählen.
Derzeit sind vier sichere und wirksame Mückenschutzmittel von der US-Umweltschutzbehörde (EPA) zugelassen und von den US-amerikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention (CDC) empfohlen: DEET, Picaridin, DEET (IR3535)/Imonin, Zitroneneukalyptusöl (OLE) bzw. dessen Extrakt Zitroneneukalyptol (PMD). Die ersten drei sind chemische Verbindungen, das letztgenannte pflanzliche Inhaltsstoffe. DEET bietet eine gute und lang anhaltende Mückenabwehr, gefolgt von Picaridin und DEET. Zitroneneukalyptusöl wirkt nur kurzzeitig.
Was die Sicherheit betrifft, weilDEETDa DEET Hautreizungen verursachen kann, empfehlen wir Kindern generell Mückenschutzmittel mit einem DEET-Gehalt von unter 10 %. Für Säuglinge unter 6 Monaten sollten keine DEET-haltigen Mückenschutzmittel verwendet werden. Mückenschutzmittel sind ungiftig, haben keine Nebenwirkungen auf der Haut und dringen nicht in die Haut ein. Sie gelten derzeit als relativ sichere Mückenschutzmittel und können täglich angewendet werden. Zitroneneukalyptusöl wird aus natürlichen Quellen gewonnen und ist hautverträglich und reizt die Haut nicht. Die enthaltenen Terpen-Kohlenwasserstoffe können jedoch Allergien auslösen. Daher wird es in vielen europäischen und amerikanischen Ländern nicht für Kinder unter drei Jahren empfohlen.
Veröffentlichungsdatum: 05.08.2022



