Am 8. Januar 2026 veröffentlichten das Finanzministerium und die staatliche Steuerverwaltung gemeinsam eine Bekanntmachung, in der klargestellt wird, dass die Exportsteuererstattungen für bestimmte Pestizidprodukte ab dem 1. April 2026 entfallen. Zu den betroffenen Produktkategorien gehören:
Zu den wichtigsten Arten von Pestizidrohstoffen gehören Herbizide (wie Glufosinat, Metribuzin, Diethion, Dicamba).Insektizide(wie Diazinon, Carbaryl, Flubendiamid), Fungizide (wie Methidathion, Carbendazim, Aluminiumtriphosphonat, Etofenphos) und Pflanzenwachstumsregulatoren (Ethephon).
Die Abschaffung der Exportsteuererstattungen für bestimmte Pestizidrohstoffe wird kurzfristig zu Preiserhöhungen führen und langfristig die Beseitigung veralteter Produktionskapazitäten begünstigen: China hatte zuvor Exportsteuererstattungen für die meisten Pestizidrohstoffe eingeführt, um deren Export zu fördern. Die Erstattungssätze lagen in der Regel zwischen 9 % und 13 %. Anfang 2026 wurde die Exportsteuererstattungspolitik angepasst und die Erstattungssätze für einige Pestizidrohstoffe auf null gesetzt. Kurzfristig könnte die Übergangsphase vor Inkrafttreten der neuen Regelung einen Exportboom auslösen. Ausländische Kunden könnten angesichts des steigenden Kostendrucks nach Inkrafttreten der Regelung ihre Lagerbestände schneller auffüllen und so Preiserhöhungen stützen. Langfristig werden die Gewinnmargen von Billigprodukten weiter sinken, und der Kostendruck wird Unternehmen dazu zwingen, vom Preiswettbewerb zum Qualitätswettbewerb überzugehen. Veraltete Produktionskapazitäten mit hoher Umweltbelastung und hohem Energieverbrauch werden voraussichtlich schneller vom Markt verschwinden.
Die Exportsteuervergünstigungen für Pflanzenschutzmittelformulierungen sollen beibehalten und Unternehmen dazu angehalten werden, hochwertige Formulierungen zu exportieren: Diese Politik zielt darauf ab, die Exportstruktur von Pflanzenschutzmitteln zu optimieren und Unternehmen zu beschleunigter technologischer Innovation und Produktverbesserung zu ermutigen. Unternehmen können ihren Exportschwerpunkt von Rohstoffen auf hochwertige Markenformulierungen verlagern und sich so im harten Wettbewerb der Pflanzenschutzmittelindustrie einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Branchenführende Unternehmen mit vollständiger vertikaler Integration der Wertschöpfungskette und starker Kompetenz in der Formulierungsproduktion sowie in der Zulassung im Ausland genießen deutliche Vorteile.
Der Wohlstand der chinesischen Pestizidindustrie hat seinen Tiefpunkt erreicht und erholt sich. Ausländische Pestizidhersteller befinden sich in einer Phase der Wiederauffüllung ihrer Lagerbestände, und in Verbindung mit dem bevorstehenden Beginn der Frühjahrsaussaat in China wird eine Stützung der Nachfrage erwartet.
1) Der Pestizidmarkt hat sich weiter erholt: Laut dem World Agrochemical Network ist die Produktionskapazitätsauslastung der meisten Agrarchemikalien in China relativ gering. Die Produktionskapazitäten für Pestizide wie Insektizide, Fungizide, Herbizide und Pflanzenwachstumsregulatoren sind stark überdimensioniert, die Auslastung liegt lediglich bei 30–60 %. Im Juli 2025 startete die Branche eine Kampagne gegen die Überkapazitäten. Führende Unternehmen vermieden durch Kapazitätsregulierung einen ruinösen Preiskampf und drückten die Produktpreise wieder in ein angemessenes Niveau. Damit endete der dreijährige Abwärtstrend in Chinas Pestizidindustrie.
2) Im Ausland herrscht ein Auffüllungszyklus: Die globalen Pestizidbestände nähern sich einem angemessenen Niveau, und die Nachfrage nach Nachschub hält auf niedrigem Lagerbestand an.
3) Die Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln ist stark saisonabhängig. Die Frühjahrssaison in China treibt die Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln an: Die Pflanzenschutzmittelproduktion in China findet von Februar bis Mai statt, und die Hersteller müssen die Rohstoffe im Voraus beschaffen. Daher hat der Rohstoffmarkt seine Hochsaison früher als der Markt für Pflanzenschutzmittel.
Veröffentlichungsdatum: 08.04.2026





