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Wissenschaftlern ist es gelungen, den Geschmack und den Nährwert von Erdbeeren zu verbessern, ohne den Wachstumsprozess zu verändern.

Verbesserung der Fruchtqualität bei gleichzeitiger Beibehaltung des NormalzustandsPflanzenwachstumDie richtige Balance zwischen Nährstoffen und Nährstoffen zu finden, war schon immer eine große Herausforderung in der Landwirtschaft. Eine neue Studie legt nahe, dass dies einfacher zu erreichen sein könnte als bisher angenommen. Wissenschaftler haben entdeckt, dass die Steigerung der Aktivität eines konservierten „Reinigungsgens“ gleichzeitig den Nährwert und die organoleptischen Eigenschaften von Früchten verbessern kann. Durch die Erhöhung der Expression eines mit tRNA assoziierten Gens steigerte das Forschungsteam den Gehalt an Anthocyanen und Terpenen – Verbindungen, die Farbe, Aroma und antioxidative Eigenschaften von Früchten beeinflussen. Diese Verbesserungen hatten keine messbaren Auswirkungen auf die Pflanzenentwicklung, die Fruchtgröße oder den Zuckergehalt. Die Ergebnisse zeigen eine unerwartete Rolle von Genen, die typischerweise mit grundlegenden Zellfunktionen in Verbindung gebracht werden, und belegen, dass sie auch wichtige Stoffwechseleigenschaften von Früchten beeinflussen können.
Anthocyane und Terpene spielen eine entscheidende Rolle für Farbe, Geschmack, Aroma und den Nährwert von Früchten. Versuche, ihren Gehalt zu erhöhen, führen jedoch häufig zu unerwünschten Nebenwirkungen. Dies liegt daran, dass ihre Produktion eng mit Pflanzenhormonen verknüpft ist. Cytokinine beispielsweise regulieren sowohl das Pflanzenwachstum als auch den Sekundärstoffwechsel, sodass eine Veränderung ihrer Konzentration die Struktur und die Wachstumseigenschaften von Pflanzen beeinflussen kann.
Eine wenig bekannte Klasse von Cytokinin-verwandten Genen – die tRNA-Isopentenyltransferasen – hat bisher vergleichsweise wenig Beachtung gefunden. Man geht davon aus, dass diese Gene routinemäßige Zellfunktionen ausführen und nicht aktiv Pflanzeneigenschaften regulieren. Ob sie die Fruchtqualität verbessern können, ohne das Pflanzenwachstum zu beeinträchtigen, ist noch unklar, weshalb sie weiterer Forschung bedürfen.
Forscher der Landwirtschaftlichen Universität Nanjing und der Universität von Connecticut veröffentlichten eine Studie in der Fachzeitschrift *Horticultural Research*, in der sie diese Möglichkeit am Beispiel von Walderdbeeren untersuchten. Sie konzentrierten sich auf ein Haushaltsgen namens FveIPT2. Durch die genetische Veränderung der Pflanzen, um die Expression dieses Gens zu erhöhen, beobachteten sie eine signifikante Verbesserung der Fruchtqualität.
Transgene Pflanzen wiesen in reifen Früchten deutlich höhere Anthocyan- und Terpenoidgehalte auf als Wildtyp-Pflanzen, zeigten aber keine Unterschiede in Wachstum, Fruchtgröße oder Zuckergehalt. Diese Entdeckung stellt die lange Zeit vorherrschende Annahme in Frage, dass Haushaltsgene lediglich eine passive Rolle spielen, und unterstreicht ihr enormes Potenzial für die Pflanzenzüchtung.
Das Gen FveIPT2 ist an der tRNA-Modifikation beteiligt und steht in Zusammenhang mit der Synthese von cis-Zeatin (einem Cytokinin). Im Gegensatz zu anderen Cytokinin-bezogenen Genen, die einen signifikanten Einfluss auf das Pflanzenwachstum haben, führt eine erhöhte Aktivität von FveIPT2 nur zu geringfügigen Veränderungen des Gesamt-Cytokininspiegels. Die Pflanzenentwicklung verläuft normal, ohne erkennbare Anomalien. Blüte und Fruchtbildung erfolgen erwartungsgemäß, ohne Veränderungen in Fruchtgewicht, -form oder Süße.
Trotz stabilen Pflanzenwachstums veränderte sich die chemische Zusammensetzung der Früchte deutlich. Der Gehalt an Anthocyanen, Flavonoiden und phenolischen Verbindungen stieg an, was zu einer intensiveren Rotfärbung führte. Detaillierte Analysen zeigten einen signifikanten Anstieg der Konzentrationen von neun spezifischen Anthocyanen, darunter Verbindungen, die von Cyanidin und Pelargonidin abgeleitet sind und für ihre antioxidativen Eigenschaften bekannt sind.
Gleichzeitig stieg der Gehalt von fast der Hälfte der nachgewiesenen Terpenverbindungen. Zu diesen Terpenverbindungen zählen Monoterpene, Sesquiterpene und Triterpene, die eine wichtige Rolle für Aroma und Geschmack spielen.
Diese Veränderungen beschränken sich nicht nur auf Farbe und Nährstoffe. Der Gehalt an Aromastoffen, die für angenehme, blumige Düfte verantwortlich sind, wie beispielsweise Linalool, stieg an. Umgekehrt sank der Gehalt an Verbindungen, die für stechende, harzige Gerüche verantwortlich sind. Genexpressionsstudien bestätigten, dass wichtige Stoffwechselwege, die für die Produktion und den Transport dieser Verbindungen zuständig sind, aktiver wurden.
Zusammengenommen zeigen diese Ergebnisse, dass FveIPT2 die Fruchtzusammensetzung selektiv verbessern kann, ohne typische hormonelle Veränderungen hervorzurufen, die das Wachstum beeinträchtigen.
Die Forscher stellten fest: „Diese Studie zeigt, dass sogenannte Haushaltsgene überraschend spezifische und signifikante Auswirkungen haben können. Indem wir tRNA-Gene anstelle traditioneller Hormonregulatoren gezielt beeinflussten, konnten wir Fruchtfarbe, Geschmack und Nährstoffzusammensetzung verbessern, ohne das Wachstum zu beeinträchtigen. Metabolic Engineering hingegen hat typischerweise negative Auswirkungen auf das Wachstum. Diese Ergebnisse legen nahe, dass grundlegende zelluläre Prozesse die Fruchtqualität subtil beeinflussen können und Züchtern neue, effektive und zugleich schonende Werkzeuge an die Hand geben.“
Die Ergebnisse zeigen, dass FveIPT2 eine vielversprechende und effektive Methode zur Verbesserung der Fruchtqualität von Erdbeeren und anderen landwirtschaftlichen Nutzpflanzen darstellt. Da diese Methode den Gehalt an wertvollen Pigmenten und Aromastoffen erhöht, ohne den Ertrag oder die Lebensfähigkeit der Pflanzen zu beeinträchtigen, ist sie besonders wichtig für den Anbau hochwertiger Agrarprodukte.
Im weiteren Sinne stellt diese Studie die Annahme in Frage, dass Haushaltsgene ausschließlich an routinemäßigen Zellprozessen beteiligt sind. Durch die Identifizierung ihres Einflusses auf den Sekundärstoffwechsel liefert die Studie neue Ansätze zur Steigerung der Ernteerträge bei gleichzeitiger Qualitätserhaltung.
Dieser Artikel wird von der Akademie der Wissenschaften der Landwirtschaftlichen Universität Nanjing bereitgestellt. Hinweis: Der Inhalt muss aufgrund von Formatierungs- und Längenvorgaben möglicherweise bearbeitet werden.
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Veröffentlichungsdatum: 08. Mai 2026