Während des Züchtungsprozesses ist es unerlässlich, Sulfonamid-Arzneimittel zu verstehen, insbesondereSulfamonomethoxin-Natrium, welches unter allen Sulfonamid-Medikamenten am häufigsten verwendet wird und die höchste Dosierung aufweist.
1. Wirkungsmechanismus und Eigenschaften
Wirkmechanismus: Sulfamonomethoxin-Natrium besitzt die stärkste antibakterielle Wirkung aller Sulfonamide und ein breites antibakterielles Spektrum. Es erzielt seine antibakterielle Wirkung durch Beeinflussung der Nukleinsäure- und Proteinsynthese.
Eigenschaften: Die Lösung ist stark alkalisch. Nicht mit sauren Arzneimitteln mischen. Sie ist üblicherweise in Kombinationspräparaten, als Injektionslösung und als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich. Kombinationspräparate erzielen im Vergleich zu Einzelpräparaten eine deutlich bessere Wirkung.
II. Hauptanwendungen
Wirksam gegen verschiedene Bakterien: Es ist wirksam gegen die meisten grampositiven und gramnegativen Bakterien, wie z. B. Streptokokken, Haemophilus parasuis, E. coli, Anaplasmose, Toxoplasmose, infektiöse Bursitis, Pasteurellose usw. sowie gegen Mischinfektionen.
Spezielle Anwendung in der Schweinehaltung: Behandlung von Streptokokkeninfektionen: Bei Enzephalitis-, Arthritis- und Septikämie-Streptokokkeninfektionen kann Sulfanilamid-Isoxazolin-Natrium in Kombination mit Dexamethason eingesetzt werden. Bei Enzephalitis-Streptokokkeninfektionen ist Sulfamonomethoxin-Natrium jedoch aufgrund seiner besseren Penetrationsfähigkeit wirksamer.
① Die Behandlung zielt hauptsächlich auf die Enzephalitis ab und beinhaltet eine Seite Sulfamonomethoxin-Natrium sowie eine Seite Penicillin, Anaprinidin und Dexamethason. Trächtige Schweine, Rinder und Schafe dürfen kein Dexamethason erhalten. Die erste Injektion von Sulfamonomethoxin-Natrium sollte verdoppelt werden. Sulfanilamid wird dem Futter beigemischt, zusammen mit 3 % Natriumbicarbonat. Da Sulfamonomethoxin-Natrium hochgiftig ist, unterstützt die Zugabe von Natriumbicarbonat die Nierenreinigung und Entgiftung.
② Vorbeugung von Blutwurmerkrankungen: Blutwurmerkrankungen umfassen Toxoplasmose, Anaplasmose usw. Eine Kombination aus Sulfamonomethoxin-Natrium und Doxycyclin, die dem Futter beigemischt wird, eignet sich zur Gesundheitsvorsorge von Mastschweinen. Dieses Mittel ist wirksam gegen Streptokokken, Toxoplasmose, Mycoplasma pneumoniae usw. und zudem kostengünstig.
③ Behandlung von Mischinfektionen mit hohem Fieber: Sulfamonomethoxin-Natrium-Injektionslösung wird mit Phenylbutazon-Injektionslösung zur intramuskulären Anwendung gemischt. Sie zeigt gute Wirkung bei Fieber unklarer Ursache oder bei Mischinfektionen.
④ Bei hartnäckigem hohem Fieber bei Schweinen kann die Behandlung mit Sulfamonomethoxin-Natrium und Chuanhu plus Cefazolin erfolgen. Die Gabe erfolgt einmal täglich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Das Schwein wird sich erholen.
⑤ Bei Sauen, die nach der Geburt die Nahrungsaufnahme verweigern, ist die Behandlung mit Sulfamonomethoxin-Natrium und Yinhuang-Injektion plus Cefazolin ebenfalls sehr wirksam.
⑥ In Schweinebetrieben mit hohem Streptokokkenbefall und hartnäckigen Symptomen kann folgendes Vorgehen angewendet werden: Sulfamonomethoxin-Natrium wird mit Enrofloxacin-beschichteten Futtermitteln gemischt und sieben Tage lang verfüttert. Anschließend wird eine Pause von 15 bis 20 Tagen eingelegt, bevor die Fütterung für weitere sieben Tage wiederholt wird. Dieser Vorgang wird dreimal wiederholt. Diese Behandlungsmethode ist äußerst wirksam gegen Streptokokkeninfektionen.
⑦ Bei der Bandwurmerkrankung von Schweinen zählen Toxoplasmose und Eperythrozoonose zu den Bandwurmerkrankungen. Diese beiden Arten sind schwer zu unterscheiden und treten häufig gemeinsam auf. Charakteristisch ist Fieber bei den Schweinen, begleitet von Blutungen und rostfarbenen Flecken an den Poren. Das Blut lässt sich beim Abspülen mit Wasser entfernen. Behandlung: Sulfamonomethoxin-Natrium, Doxycyclin und 3%iges Natriumbicarbonat werden dem Futter beigemischt. Die Behandlung erfolgt über 7 aufeinanderfolgende Tage.
Dieses Vorgehen ist selbstverständlich auch für die Gesundheitsvorsorge von Ferkeln empfehlenswert. Denn Sulfamonomethoxin-Natrium und Doxycyclin haben ein breites Wirkungsspektrum und sind wirksam gegen Streptokokken, Toxoplasma, Schweinelunge, Mykoplasmen usw. Zudem sind sie relativ kostengünstig.
III. Anwendung und Dosierung
①Kombinationspräparat Sulfamonomethoxin-Natrium-Injektion: 10 ml pro Durchstechflasche. Enthält üblicherweise 1 Gramm Sulfamethazin und eine bestimmte Menge Trimethoprim als Kombinationspräparat. Es wird im Allgemeinen bei Schweinen mit einem Gewicht von 45 kg angewendet. Die Anfangsdosis kann bei Bedarf erhöht werden. Eine Injektion morgens und abends ist empfehlenswert.
②Sulfamonomethoxin-Natrium-Pulver: Üblicherweise wird es in einer 10%igen Konzentration verwendet und enthält Trimethoprim. Ein Kilogramm kann mit etwa 1.000 Pfund Futter vermischt werden. Die genaue Dosierung sollte individuell festgelegt werden, wobei auf die Verträglichkeit mit anderen Arzneimitteln zu achten ist.
IV. Anmerkungen
①Die Dosierung sollte bei der ersten Anwendung verdoppelt werden. Beispielsweise können bei der Anwendung von Sulfonamid-Präparaten bei einem 100-Kilo-Schwein morgens 15–20 ml einer 10%igen Sulfonamidlösung und abends 10 ml verabreicht werden.②Sulfonamide sollten nicht über einen längeren Zeitraum angewendet werden. Sie sind hochgiftig und können bei Langzeitanwendung beispielsweise zu Gelbfärbung des Schweinekörpers, Wachstumsverzögerungen oder sogar zu Wachstumsstörungen bei Schweinen, Kühen oder Schafen führen. Um Leber- und Nierenschäden zu vermeiden, kann nach der Verabreichung Natron dem Trinkwasser beigemischt werden, um Leber- und Nierenschäden zu lindern.
③Es darf nicht zusammen mit sauren Arzneimitteln wie Amoxicillin, Penicillin und Cephalosporinen angewendet werden. Diese sauren Arzneimittel dürfen nicht mit Sulfonamiden verdünnt werden. Die gleichzeitige Anwendung führt zu Ausfällungen und einem Wirkungsverlust.
④Bei trächtigen Schweinen, Kühen und Schafen ist Vorsicht geboten, da es zu Fehlgeburten führen kann. Sulfonamidpräparate sollten bei Ferkeln sparsam eingesetzt werden, da sie das Wachstum hemmen können. Es wird nochmals darauf hingewiesen, dass trächtige Sauen die Anwendung von Sulfanilamid, Isoniazid-Natrium und Sulfamonomethoxin-Natriumdiphosphat vermeiden sollten. Sulfamonomethoxin-Natrium kann in geringen Mengen beim Mischen von Futtermitteln verwendet werden.
Veröffentlichungsdatum: 06.02.2026







